Kann DeepL schon Gebärdensprache – was gibt’s schon, was wird’s noch geben? Entwicklungen für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende 

Bildschirmfoto aus dem Video-Interview mit Sarah Ebling

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Sarah Ebling

Sprachtechnologie und Accessibility im Bereich Gebärdensprache – trotz technischer Fortschritte gibt’s noch keine Speech-to-sign-App. Aber dieser interdisziplinäre Bereich zwischen Technik und Kultur entwickelt sehr schnell sehr viel. 

In diesem Interview wird erklärt, was Sprachtechnologie für Accessibility im Bereich der Übersetzung in und von Gebärdensprachen bedeuten kann: Ziel sollte es sein, dass mit verschiedenen Technologien die Kommunikation von Menschen mit und ohne Gebärdensprachkompetenzen gewährleistet wird, dass beispielsweise eine Speech- oder Text-to-sign-App entwickelt werden kann. So eine automatisierte Gebärdensprachübersetzung gibt es noch nicht. Dabei spielen die Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz (deep learning, neuronale Netze) eine zentrale Rolle sowie die Tatsache, dass die dafür notwendigen Gebärdensprachdaten noch in eher geringem Masse vorhanden sind. 

Es wird ebenso angesprochen, dass während der Coronazeit im Bereich der Videokonferenztools Fortschritte gemacht wurden (Multi-Pin, Signer-highlighting). 

Für Lehrkräfte, Dozierende sowie Lernende ist es wichtig, dass sie kontinuierlich dran bleiben, um ihr Wissen, über was geht – aber eben auch was noch nicht geht –, aufbauen zu können. 

Zum Schluss des Interviews werden fünf Innovationsprojekte (Innosuisse: Flagship Inclusive Information and Communication Technologies (IICT) der UZH) vorgestellt, wo es um Textvereinfachung (leichte Sprache), Gebärdensprachübersetzung und Gebärdensprachüberprüfung ( SMILE II: Automatische Gebärdenspracherkennung auf Satzebene, Projekt der HfH), um Audio-Deskription (für Sehbeeinträchtigte) und gesprochene Untertitel geht. 

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